Stadtporträt Magdeburg
Magdeburg hatte den höchsten Bevölkerungsstand noch vor der Mitte des 20. Jahrhundertes erreicht. So lebten im Jahr 1939 346.000 Menschen in der Metropole. Seitdem ist die Zahl rückläufig. Wie die meisten ostdeutschen Gemeinden hat die Landeshauptstadt besonders in der Nachwendezeit dramatisch an Bevölkerung verloren. Abwanderung, Suburbanisierung und der Rückgang der Geburten führten dazu, dass die Einwohnerzahl seit 1990 von 290.000 auf 230.000 Menschen sank. Als Folge standen 32.000 Wohnungen leer. Das entsprach einer Leerstandsquote von 24 Prozent. Daher erarbeitete das Stadtplanungsamt in Magdeburg mehrere Teilkonzepte für die einzelnen Stadtteile, um der Schrumpfung der Metropole entgegenzuwirken.
Seit Oktober 2001 liegt das fertige Stadtentwicklungskonzept vor. Es ist die Grundlage des Stadtumbaus und zeigt die Richtung auf, in die sich Magdeburg entwickeln soll.
Aus der obersten Zielstellung – Angebot und Nachfrage an Wohnungen anzugleichen – ergeben sich mehrere konkrete Zielvorgaben. So folgt der Stadtumbau in Magdeburg dem Bild der konzentrischen Stadt. Nach dieser Vorgabe soll Magdeburg von außen nach innen schrumpfen und von innen nach außen aufgewertet werden. „Das ist unser erklärtes Ziel: Zentrieren“, so Marx. Er begründet das Vorgehen mit der vorhandenen Sozial- und Infrastruktur der Landeshauptstadt. So orientiert sich die Stadtentwicklung an den historischen Strukturen der Kommune, die sich wie folgt gliedern: einem Stadtkern als Mittelpunkt des Stadtgefüges, den innenstadtnahen Wohnstandorten mit ihre radialen Anordnung, die auch als erster Ring bezeichnet werden und der zweite Ring, der unter anderem die fünf Magdeburger Großwohnsiedlungen und die angrenzenden Dörfer beinhaltet.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf Seite 41 des Mitteldeutschen Immobilienjournals 1/2008. Bestellen Sie jetzt für nur 5 Euro das komplette Heft.
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